Kurze Wege und Wartezeiten im neuen Refluxzentrum

Mit viel Kompetenz, Service und Spitzenmedizin punktet das Refluxzentrum Reutte. Für die gelungene Umsetzung brauchte es gleichermaßen Spezialisierung und Kooperation.

Das interdisziplinäre Team rund um Primar Dr. Edward Shang (Chirurgie), Primar Dr. Patrick Loidl und Dr. Bernhard Schett (Innere Medizin, Gastroenterologie) sowie Dr. Jan Andrle (HNO) lässt Betroffene in der Region aufatmen. Das neue Refluxzentrum ermöglicht modernste Untersuchungen von Magenspiegelung über pH-Metrie und Impedanzmessung bis hin zu High-Resolution-Manometrie und Röntgen- Breischluck sowie die Nachversorgung aus einer Hand. Dank der engen Kooperation der Fachrichtungen erhalten PatientInnen eine rasche Diagnose und die jeweils optimale Behandlung. Zudem fallen lange Fahrtzeiten und unnötig viele Termine weg. „Schon heute leiden bis zu 25 Prozent der Bevölkerung an Sodbrennen beziehungsweise einer Refluxkrankheit, und in den letzten Jahren haben wir eine deutliche Zunahme der Fälle gesehen“, zeigt Primar Dr. Eugen Ladner, Ärztlicher Direktor am BKH Reutte, den Bedarf auf. Primar Loidl, Leiter der Inneren Medizin und Gastroenterologie, ergänzt: „Schon aufgrund der kurzen Wege zwischen den Abteilungen ist das BKH Reutte ideal, um nicht nur die Basisversorgung zu gewährleisten, sondern zusätzlich auch diagnostisch aufwendigere Krankheiten wie den Reflux umfassend zu behandeln. Das wollen wir fortführen.“

PatientInnen kommen über die Refluxsprechstunde der Abteilung für Allgemeinchirurgie ins Refluxzentrum. Vor Ort erfasst das Team Symptome und medizinische Daten, bespricht frühere Befunde und koordiniert alle weiteren Schritte. Eine exakte Diagnostik ist Voraussetzung für das Wiedererlangen der Lebensqualität, wird jedoch besonders bei atypischen Symptomen erschwert. „Zu uns kommen immer wieder auch Menschen, die nach einer Therapie oder Operation weiterhin Beschwerden haben“, berichtet Primar Dr. Edward Shang, Leiter der Allgemeinchirurgie. Oft schlägt die konventionelle oder medikamentöse Therapie gut an, in manchen Fällen ist jedoch eine Operation die beste Methode. „Dabei arbeiten wir mit minimalinva- siven Techniken und die meisten Patientinnen und Patienten sind danach dauerhaft beschwerdefrei“, so der Chirurg.